Kurdisch

 

Die kurdische Sprache gehört zur nordwestlichen Gruppe des iranischen Zweigs der indogermanischen Sprachen. Sie werden Hauptsächlich in der östlichen und südöstlichen Türkei (Nordkurdistan), im nördlichen Syrien (Westkurdistan), im Norden des Irak (Südkurdistan) und Nordwesten und Westen des Iran (Ostkurdistan) gesprochen.

 

Es gibt drei kurdische Hauptdialektgruppen: Kurmandschi (Nordkurdisch), Sorani (Zentralkurdisch) und Südkurdisch (Kermanshahi)

 

Kurmandschi (Nordkurdisch)

 

Kurmandschi (kurd. kurmanci) ist die am weitesten verbreitete kurdische Sprache. Sie wird in der Türkei, in Syrien, in Armenien, im Libanon und in einigen ehemaligen Sowjetrepubliken von etwa 25 Millionen Menschen gesprochen. Kurmandschi wird seit den 1930er-Jahren vorwiegend in lateinischen Alphabet geschrieben.

 

Sorani (Zentralkurdisch)

 

Sorani wird in der Autonomen Region Kurdistan (Nordirak) und in Westiran von etwa 10 Millionen Menschen gesprohen. Zur Schreibung der Sorani wird die arabische Schrift mit persischen Sonderzeichen verwendet.

 

Südkurdisch

 

Südkurdisch wird in Westiran (Ilam und Kirmanshah) und im Osten des Nordiraks (Chanaqin), in den lurischen Gebieten, Kuhdesht und Khorramabad von etwa 5 Millionen Menschen gesprochen. Die Sprecher des Südkurdischen sind überwiegend Schiiten, viele gehören zur Religionsgemeinschaft Ahle Haqq.

 

Es gibt auch andere kurdische Dialekte wie z.B. Zaza, Bahdinani und Luri.

 

Durch rezente Migrationen gibt es auch zahlreiche Sprecher kurdischer Sprachen in Westeuropa, vor allem in Deutschland.